Vermögensaufbau mit Immobilie

Vermögensaufbau mit Immobilie ist besonders lukrativ, wenn man die Immobiie eigennutzt.
26 Mar
Vermögensaufbau mit Immobilie ist immer eine Überlegung wert, wenn man vorher richtig rechnet. (Foto: pexels.com)

Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass der Vermögensaufbau mit Immobilie unerlässlich für eine auf soliden Füßen stehende Lebensplanung sei.  Aber der der Erwerb einer Immobilie stellt auch eine erhebliche finanzielle Belastung dar. In Zeiten des Niedrigzinses erscheint die Anschaffung einer Immobilie umso lukrativer, da rendite-versprechende Anlageformen hochriskant sind. Sichere Anlagen bietet andererseits nur Minizinsen, die oftmals unterhalb der Inflationsrate liegen. Aber das ist nur ein Blcikwinkel auf den Vermögensaufbau. Ebenso spielen lebenspraktische und karrieretechnische Fragen eine Rolle. Im Folgenden möchten wir die wesentlichen Faktoren besprechen, die bei einem Vermögensaufbau mit Immobilie eine Rolle spielen können.

Vermögensaufbau mit Immobilie: Eine Frage der Verzinsung

Die  Betrachtung der Zinserwartungen vieler Anlageformen zeichnet ein deutliches Bild: Wer aktuell besonders seriös und sicher Vermögen aufbauen will, der kann Anleihen kaufen oderein Festgeldkonto eröffnen. Letzteres wird oftmals aber auch nur über einen kurzen Zeitraum und bei Neueröffnung eines Kontos gewährt und auch nur miniverzinst. Bei einer Inflationsrate von aktuell ca. 1,5 Prozent, nutzen Anleihen und Festgeldkonten aktuell für den Vermögensaufbau nichts. Im gegenteil: aufgrund der Inflation schmilzt das Vermögen sogar.

Auch mit  Aktien ist es schwierig, Rendite zu machen. Zu sehr schwanken die Indizes aktuell und tendieren zudem auch eher seitwärts bzw. leicht nach unten. Das Risiko, auf eine Aktie zu setzen, die fällt, ist zudem aktuell recht hoch. Deswegen können Aktien und Aktionfonds für Menschen, die langfristige Sicherheit und soliden Vermögensaufbau anstreben, in der jetzigen Zeit nur eine Beimischung in der Vermögensstrategie sein.

Vermögensaufbau mit Immobilie: Immer auch eine Frage der Kosten

In vielen Städten explodieren die Kaufkosten. Experten raten zudem, dass der kaufpreis maximal 30 Prozent des monatlich zur Verfügung stehenden Netto-Haushaltseinkommens nicht übersteigen sollte. Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die Banken befolgen müssen, zwingt den Immobilienkäufer, die Baufinanzierung bis zum Eintritt des Rentenalters zu tilgen. Das bedeutet, dass man früher (zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr) als bisher einen Immobilienkauf durchführen muss. Durch die Ankündigung der EZB, dieses Jahr den Leitzins nicht erhöhen zu wollen, bleibt das Finanzierungsumfeld andererseits weiterhin sehr günstig. Und es bleibt genügend Zeit, den Immobilienwunsch zu konkretisieren und die Suche danach zu intensivieren.

Vermögensaufbau mit Immobilie hat aus Aspekten der Sicherheit und Langfristigkeit einige Vorteile. Immer unter der Voraussetzung, dass der Käufer kein zu hohes finanzielles Risiko eingeht. Folgende Fragen sollte man im Vorfeld immer stellen, bevor man einen Kauf realisiert:

  • Muss der Eigentum in der Stadt sein, in der man aktuell lebt?
    Vor allem dann, wenn manin einer Stadt lebt, deren Immobilienmarkt boomt und dadurch die Preise von einem Rekordhoch zum nächsten jagen. Gerade aus Sicht des Vermögensaufbaus kann es vorteilhaft sein, in Umland nach einer Immobilie Ausschau zu halten.
  • Wollen Sie die eigene Wohnung oder das eigene Haus zukünftig vermieten oder selbst bewohnen?
    Bei der Finanzierung ist diese Frage entscheidend, wie hoch der anzustrebende Baufinanzierungkredit ausfallen darf und mit welcher Zinshöhe man rechnen muss. Banken behandeln Eigennutzer anders als zuküntige Vermieter.
  • Wenn Sie vermieten wollen, haben sie genug Informationen zum aktuellen Mietrecht, über ihre Pflichten als Vermieter und über den aktuellen Mietspiegel?
    Als Vermieter hat man normalerweise Zeit und langfristig auch Geld zu investieren, um mit sicheren Mieteinnahmen das Vermögen aufbauen zu können.

Erst den Steuerberater fragen!

Als Baufinanzierungsvermittler kann bzw. darf man Interessenten in Vermögensfragen nicht beraten. Dafür ist der Steuerberater zuständig, da dieser auf Grundlage der finanziellen Kenntnis auch über Abschreibung, Steuerersparnis und eigenmittelbasierte Finanzierungsmodelle beraten kann. Als Baufinanzierungsberater kan man aber über Risiko, maximale Darlehenshöhe und bestmögliche, also risikomindernde, Finanzierung Auskunft geben. Deswegen raten wir auch dazu, genau diese Themen bereits vor Kaufabschluss mit einem versierten Baufinanzierungsexperten zu diskutieren. Oftmals geht das auch kostenfrei – einen solchen Service bietet z. B. auch die accedo.de an

Vermögensaufbau mit Immobilie: Eigennutzung immer am besten

Professor Jamin, Professor für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre hat berechnet, welches Vermögen sich nach 30 Jahren angesammelt hat, wenn man in Anleihen, eigengenutzte und vermietete Immobilien investiert. Der klare Sieger beim Vermögensaufbau: die eigengenutzte Immobilie. Wir empfehlen, folgenden Artikel zu lesen: Der Charme der eigenen Immobilie. Professor Jamin führt die Vorteile vor allem auf das deutsche Steuersystem zurück: Die Einkünfte aus Vermietung müssen versteuert werden. Im Falle der Eigennutzung ist die Mietersparnis als zusätzliches Einkommen zu sehen. Je höher der Steuersatz, desto größer der Vorteil. Besonders dann, wenn der Bewohner mit einem hohen Steuersatz belastet ist. Professor Jamin geht in seiner Rechnung davon aus, dass diese ersparte steuerfreie Miete über die Lebensspanne gerechnet sechs- bis siebenstellige Beträge ausmacht. Das mag jetzt nur ein Rechenexempel sein, ist sicher aber ein guter Denkanstoß.

Eigenanteil in der Baufinanzierung: abhängig von Ihrer finanziellen Situation.
Die optimale Eigenkapitalquote hängt von einigen Faktoren ab. Oft ist viel Eigenkapital der beste Weg - aber nicht immer.
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