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Zeit für günstige Baugeld-Zinsen bald vorbei?

The Party is over: Günstige Baugeld-Zinsen nur noch bisSeptember 2018
25 Jan
Wann ist die Party für günstige Baugeld-Zinsen vorbei. Die Vorzeichen mehren sich. (Foto: pexels.com)

Die Wirtschaft in Deutschland und der Eurozone brummt. Die Arbeitslosigkeit ist auf den niedrigsten Stand seit vielen Jahren gefallen. Die Inflation steigt. Die Vorzeichen mehren sich, dass der Ausstieg aus dem Krisenmodus kurz bevor steht. Das wichtigste Mittel gegen die Krise war der ultragünstige Leitzins. Und dieser  Leitzins verursacht historisch günstige Baugeld-Zinsen. Zudem mehren sich die Vorzeichen, dass die Notenbanken nun mit dem Ausstieg aus dem Krisenmodus beginnen. Endet der Boom in einem Crash der Finanzmärkte? Und werden sich die Kredite wieder drastisch verteuern?

Günstige Baugeld-Zinsen und der Anleihenmarkt

Die niedrige Verzinsung von Anleihen war immer ein wichtiger Indikator für günstige Baugeld-Zinsen. Insbesondere die deutschen Staatsanleihen sind eine fixe Bezugsquelle. Da in den letzten Jahren die massiven Anleihenkäufe der EZB den Zins teilweise sogar ins Negative drückte, waren günstige Baugeld-Zinsen auf historischem Tiefstand die Folge. Nun beginnt die EZB aber, den Ausstieg aus diesen Anleihekäufe vorzubereiten.Der Ausstieg wird aber schwierig, denn die EZB will berechenbar bleiben, um nicht einen Crash durch unvorbereitetes Handeln zu bewirken. Aktuell sind die Leitzinsen null Prozent und Guthaben werden mit Strafgebühren belegt. Zudem kauft die Notenbank monatlich weiterhin Wertpapiere für 30 Milliarden Euro. Man will dieses Programm bis September fortführen.

Folgt man den bekannten Gesetzmäßigkeiten, muss die EZB jetzt die Anleihekäufe einstellen, die Zinsen anheben und die Strafgebühren abschaffen. Allein schon deswegen, damit sie beim nächsten Abschwung wieder Spielraum hat, mit diesen Maßnahmen die Konjunktur anzukurbeln. Die USA und Großbritannien proben bereits den Ausstieg. Auch Japan und China überlegen Maßnahmen, die Zeit des ultrabilligen Geldes zu beenden. Deswegen muss die EZB eher über kurz als lang diesem Trend folgen.

Bundesbank-Präsident fordert höhere Löhne.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann, der als potentieller Nachfolger des EZB-Chefs Draghi gehandelt wird, fordert, das Anleihenprogramm in diesem Jahr zu beenden. Das wäre gleichbedeutend mit dem Ende der Null-Zins-Politik. Günstige Baugeld-Zinsen würden damit auch der Vergangenheit angehören. Im Herbst 2017 ist die Mehrheit des EZB-Rats seiner Forderung nicht gefolgt und hat sich letztendlich hinter Mario Draghi und dessen Konzept eines moderaten Handels und dem eventuellen Auflegen eines neue Krisenfonds mehrheitlich versammelt.

Trotzdem: Die Inflation hat bereits angezogen. Die Löhne werden mit kurzer Verzögerung folgen – zumal wir in Boomzeiten leben und Gewerbschaften ein entsprechends Lohnwachstum vom 3 Prozent und mehr fordern. Auch das Indikatoren, dass in Folge auch die Zinsen nachziehen müssen.

In Deutschland müssten die Zinsen bereits bei 3,9 Prozent liegen

Die Investmentbank Goldman Sachs ein Modell entwickelt, um einen virtuellen Leitzins herauszufinden, der bereinigt von Notenbank-Einflüssen ausgewiesen wird. Natürlich ist bei solchen Rechenmodellen immer Vorsicht geboten, da sie die reele Welt meist nicht hinreichend abbilden. Aber auch hier zeigt sich die Tendenz: Ein „gesunder” Leitzins liegt weit höher als der aktuelle. Laut diesem Modell liegt die Leitzinspolitik bereits über ein Jahr hinter der tatsächlichen Entwicklung zurück.. Es ist aber zu bedenken, dass nicht überall in der EU Hochkonjunktur wie in Deutschland herrscht. Einige Länder befinden sich erst seit Kurzem im Aufschwung.

Laut Goldman Sachs müsste ein fairer Leitzins in der Eurozone wie folgt aussehen:

Hier zeigt sich auch das wichtigste Argument, warum die EZB zögert, Leitzinserhöhungen überhaupt in Erwägung zu ziehen. So groß sind die Unterschiede im EU-Raum. Und in diesem Falle gilt: die Schwachen geben den Ton an. Denn eine drastische Leitzinserhöhung (selbst von 1 Prozent, wie in den USA aktuell erwogen wird) würde diese Staaten massiv treffen und einer Staatspleite nahe bringen.

Zu erwarten sind günstige Baugeld-Zinsen bis September

Draghi will die schwachen Staaten nicht weiter schwächen. Und er muss sich an seine eigene Ankündigung halten, dass bis September die Anleihenkäufe und damit die Politik des günstigen Geldes fortgeführt wird. Er kann aktuell den Ausstieg nur mit leisen Tönen vorbereiten. Alles, was allzu direkt und unvorbereitet kommuniziert wird, birgt die Gefahr in sich, dass die europäischen Finanzmärkte in Turbulenzen geraten. Und daswill man unter allen Umständen vermeiden.

Trotzdem: Wer plant, in diesem Jahr neu zu bauen bzw. eine Immobilie zu finanzieren, sollte dieses Datum im Auge behalten. Es ist immer möglich, sich bereits im Vorfeld vor dem Kauf um die die Finanzierung zu kümmern. Sie können sich von der ACCEDO AG unverbindlich und kostenfrei beraten lassen. Und in weiterer Folge die Finanzierung in die Wege zu leiten, damit Sie sich günstige Baugeld-Zinsen sichern können.

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