Zinsentwicklung 2019: Der Markt überrascht

Die Zinsentwicklung 2019 lehrt Skeptiker, dass Zinsen langfristig besonder günstig sein können.
26 Feb
Skepsis ist nicht angebracht: Kreditnehmer sind die Profiteure der Zinsentwicklung 2019 (Foto: pexels.com)

Völlig unerwartet sinken die Zinsen wieder. 2018 war es für Banker und Baufinanzierungsexperten klar, dass in diesem Jahr die Zinsen von Anleihen wieder steigen werden. Tatsächlich ging man damals von knapp einem Prozent aus. Die Zinsentwicklung 2019 zeigt plätzlich in die andere Richtung. Was bedeutet das für die Baufinanzierung? Da die Zinsentwicklung von Baugeldzinsen abhängig von der Entwicklung der Bundesanleihen ist, wird Baugeld 2019 weiterhin überaus günstig sein.

Zinsentwicklung 2019: Der Anleihenmarkt gibt die Richtung vor

Die Rendite für Bundesanleihen ist DER Indikator für die Entwicklung der Hypothekenzinsen. Im Februar 2018 lag der Zinssatz bei 0,7 Prozent. In den letzten Monaten indes bewegte er sich wieder gegen die Null-Linie. Aktuell steht er bei 0,1 Prozent. Vor 3 Jahren gab es bereits eine ähnliche Entwicklung. Damals sank die Rendite von Bundesanleihen auf minus 0,2 Prozent. Damals bekamen also Anleger weniger Geld zurück, als sie dem Staat geliehen hatten. Die Zinsentwicklung 2019 deutet darauf hin, dass in diesem Jahr ebenfalls mit Renditen um die null Prozent zu rechnen ist.

Zinsentwicklung 2019: Inflation sinkt wieder

Die Mitte letzten Jahres gestiegenenInflationsrate sinkt ebenfalls wieder. Erwartete man Ende 2018 das Erreichen der 2 Prozent-Grenze – dem Wunschwert der EZB – so ist man heute wieder Richtung 1,5 Prozent unterwegs. Und das hat Gründe: Die Wirtschaftsleistung in Deutschland geht zurück. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen gehen zurück. Der Internationale Währungsfonds, die Bundesregierung und etliche Wirtschaftsforschungsinstitute dämpfen die Prognosen. Eine echte Rezession erwartet zwar niemand, aber das prognostizierte Wachstum von ca. 1 Prozent in diesem Jahr ist mickrig.

Infolge dieser Entwicklung ist zu erwarten, das die Europäische Zentralbank den Konjunkturausblick ebenfalls senken und Maßnahmen beschließen wird, um die Rezessionsgefahr zu mildern. Die Verschiebung der angekündigten Leitzinserhöhung könnte eine solche Maßnahme sein. Infolge werden Banken weiterhin sehr günstige Kredite erhalten.

Zinsentwicklung 2019: sehr gut für Immobilienkäufer

Sparer werden 2019 nicht zufrieden sein. Zinsen auf Festgeld-Konten werden sich weiterhin nahe der Null-Linie bewegen. Auch Aktien werden vor einem schwierigen Jahr stehen. Aktionäre werden möglicherweise unter dem verschlechterten Konjunkturausblick leiden, der normalerweise auch die Gewinne der börsennotierten Unternehmen und damit die Ausschüttungen senkt.  Und Anleihen werden nur bei besonders langen Laufzeiten und für Unternehmen mit mäßiger Bonität gerade einmal einen Inflationsausgleich bieten. Unter dem Strich besteht die Gefahr, dass Sparer und Anleger aufgrund der im Vergleich höheren Inflation Vermögen einbüßen werden.

Zu den einzigen Profiteuren der für 2019 prognostizierten Entwicklung zählen Kreditnehmer. Ratenkredite werden um die 4 Prozent angeboten. Besonders günstig bleiben Immobilienkredite mit knapp über einem Prozent bei 10 jähriger Laufzeit und guter Schuldner-Bonität. Diese günstigen Kreditkosten sowie steigende Einkommen machen damit auf lange Sicht die Verteuerung des Immobilienmarktes größtenteils wett. Das bedeutet, dass viele sich weiterhin den kreditfinanzierten Kauf einer Immobilie leisten können. Am sichersten, wenn man den akuell extrem günstigen Zinssatz für möglichst lange Zeit sichert, um dann nicht die Schuldenfalle bei zukünftig steigenden Zinsen zu laufen. Nutzen Sie jetzt diese Zinsentwicklung 2019 – günstiger können Immobilienkredite praktisch nicht mehr werden.

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