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Baufinanzierung Mini-Zinsen steigen wieder

Wer sich jetzt noch Mini-Zinsen für die Zukunft sichern will, muss sich umfassend informieren.
13 Mar
Wenn die Zeit der Mini-Zinsen endet, ist eine seriöse Finanzplanung gefragt. (Foto: pexels.com)

Die Wirtschaft in Deutschland brummt. Die Löhne steigen. Auch die Inflation nähert sich der von der EZB gewünschten 2 Prozent Marke. In den USA wurde die Zinswende bereits 2017 eingeleitet. Langsam bewegen sich die Zinsmärkte hierzulande wieder – nach oben. Noch locken die Baufinanzierungsvermittler und Banken mit Mini-Zinsen zwischen ein und zwei Prozent. Die Frage ist nur, wie lange noch?

Mini-Zinsen gibt es jetzt seit fast 10 Jahren.

2008 begann die Finanzkrise. Damals lagen die aufinanzierungszinsen bei rund 5 Prozent. Wobei das damals auch schon als günstig galt, zahlte man in den 1990er Jahren auch schon 9 Pozent. Seit 2008 kenne die Zinsen aber nur noch eine Richtung: abwärts. Mitte 2017 waren historisch niedrige Minizinsen von unter 1 Prozent zu haben.

Nun aber müssen die Baufinanzierungsinteressenten auf höhere Zinsen einstellen. In den letzten zwei bis drei Jahren gab es auch immer wieder kleine Zins-Ausschläge nach oben, die aber schnell wieder vorbei waren. Seit Dezember steigen der Bauzins wieder. Im Februar 2018 erreichte er den höchsten Stand seit 2 Jahren.

Warum steigen die Baufinanzierung  Mini-Zinsen jetzt?

Sprunghaft ist diese Trendwende nicht – eher schleichend. Für Baukredit-Nehmer kann aber ein Anstieg um wenige Zehntel Prozentpunkte bei langfristigen Finanzierungen mehrere Tausend Euro bedeuten. Im Durchschnitt haben sich die Mini-Zinsen in den letzten 3 Monaten um ca. 0,2 bis 0,3 Prozent verteuert. Das klingt erst einmal nicht viel. Aber in den letzten Jahren war ein kleiner Zinsanstieg nach spätestens 2 Monaten wieder vorbei. Und die Banken reagierten gelassen. Das tun sie nun nicht mehr. Denn die Zinsen auf dem Kapitalmarkt, wo sich die Banke ihr Geld beschaffen, erhöhen sich weiter. Zudem haben sich die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen seit Dezember von 0,3 auf 0,6 Prozent verdoppelt. Damit steigen auch die Zinsen für Hypothekendarlehen.

Für eine Trendwende bei den Minizinsen spricht auch, dass die Konjunktur im Euro-Raum wieder besser läuft, die amerikanische Notenbank die Zinsen in diesem Jahr bis zu vier Mal erhöhen werden und auch die Europäische Zentralbank die Zinsen 2019 erstmals seit vielen Jahren wieder anheben könnte.

Wie schützt man sich vor dem Ende der Mini-Zinsen?

Erstmal gibt es keinen Grund zur Panik. Die Trendwende der Mini-Zinsen, da sind sich die Experten sicher, wird in kleinen Schritten erfolgen. Wir raten dazu, sich nach wie vor Zeit zu nehmen, um nicht überhastet und ungeprüft eine Immobilie zu kaufen oder einen Bauauftrag zu unterschreiben.Wenn Sie die Wunschimmobilie gefunden bzw. den Neubau geplant haben, dann sollten Sie sich die günstigen Konditionen möglichst lange sichern– mindestens mit einer eine Laufzeit von 15 Jahren oder länger (bis zur vollständigen Tilgung), auch wenn Sie dafür geringfügig mehr Zins zahlen müssen. Langfristig machten sich diese Zins-Mehrkosten in punkto Sicherheit immer bzahlt.

Um schneller schuldenfrei zu sein, sollte auch die Anfangstilung auf mindestens 3 oder 4 Prozent gestellt sein. Bei zu geringer Anfangstilung und eventuell zu kurzer Zinsbindung ist die Gefahr hoch, dass sie nach Ablauf des Erstvertrages einen großen restschuld-Betrag Anschluss finanzieren müssen – und das zu ungleich höheren Bauzinsen als heute.

Eigenmittel garantieren langfristige Mini-Zinsen in der Baufinanzierung.

Ob man heute noch Mini-Zinsen erhält, hängt auch von der Höhe der Eigenmittel ab. Im Durchschnitt werden in Deutschland ca. 100.000,- Euro Eigenmittel in die Baufinanzierung eingebracht. In Metropolen mit sehr hohen Immobilienkosten wie z. B. München hat das durchschnittlich eingebrachte Eigenkapital bereits die 200.000 Euro-Hürde geknackt. Das sind zumeist ca. 30 Prozent der gesamten Baufinanzierung. An diesen Werten zeigt sich aber auch, dass in Deutschland sehr solide – und damit auch sicher – finanziert wird.

Grundsätzlich gilt: je mehr Eigenkapital in die Baufinanzierung eingebracht wird, umso geringer fallen die Bauzinsen aus, die von der Bank verlangt werden. Und wenn man den ersten Baufinanzierungsvertrag über einen sehr langen Zeitraum abschließt, dann hat man zudem die Sicherheit, dass einen steigende Bauzinsen in Zukunft Probleme bereiten, wenn die Anaschlussfinanzierung fällig ist. Je geringer am Ende des Erstvertrags die Restschuld ausfällt, um so weniger Sorgen muss man sich über steigende Bauzinsen machen. Mit diesen 3 Bausteinen sollte das Ende der Mini-Zinsen für Sie kein problem sein:

  1. Hoher Eigenkapital-Anteil (mindestens 30 Prozent)
  2. Hohe Anfangstilgung (4 Prozent oder mehr)
  3. Lange Baukredit-Laufzeit (15 Jahre oder Volltilger)

Der beste Zeitpunkt für Forward-Darlehen ist immer dann, wenn die Zinsen nachhaltig steigen.
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