Immobilienkauf

Das beste Alter für den Immobilienkauf?

Ich bin 20 Jahre jung. Zu jung für eine Baufinanzierung?
13 May
Bestes Alter für die Immobilienfinanzierung: je jünger um so besser – wenn man wichtige Grundsätze beachtet (Foto: pexels.com)

In den letzten Jahren haben sich die Vorgaben für Baufinanzierungskredite immer wieder geändert. So wurde z. B. im Jahr 2016 die Wohnimmobilienrichtlinie (kurz WIKR) geändert. Die geschah als Reaktion auf die Finanzkrise des Jahres 2008. Damit will man Kreditnehmer besser vor falscher oder unzureichender Bankberatung schützen. Damit wurden Banken mehr in die Pflicht – und damit auch in die Haftung – genommen. Die Folge: Viele Baufinanzierungsinteressenten erhalten heute schwerer einen Kredit, wenn sie diesen nicht vor Eintritt in die Rente begleichen können. Deswegen ist das Alter für den Immobilienkauf heute entscheidender als früher. Ein Kreditinteressent und Normalverdiener Anfang 50 hat heute mehr Hürden zu meistern, eine Baufinanzierung zu erhalten, falls er finanziell nicht in der Lage ist, bis zum Renteneintrittsalter den Immobilienkredit vollständig zu tilgen.

Entscheidend ist nicht nur das Alter für die Immobilienfinanzierung, sondern das zur Verfügung stehende Eigenkapital

Oftmals ist altersabhängig tatsächlich das zur Verfügung stehende Eigenkapital ein wesentlicheer Faktor. Ist man 50, verfügt aber über 50 oder 60% Eigenmittel für den Immobilienkauf, um damit den Kauf- oder Neubaupreis zu bedienen, wird man selten ein Problem bekommen. Besonders dann, wenn man die Baufinanzierung im Lauf von 15 bis 18 Jahren vollständig tilgen kann.

Demgegenüber werden junge Familien, die noch 30 oder mehr Jahre erwerbstätig sein können, eher Probleme bekommen, eine finanzierende Bank zu finden, wenn sie über kein oder nur wenig Eigenkapital verfügen. Denn Banken erscheint aufgrund aus dem jungen Alter resultierenden Risiken wie z. B. Scheidung, Arbeitsplatzverlust oder Kinderzuwachs die Gefahr eines Kreditausfalls größer. Weswegen sie sich dann auch wesentlich defensiver verhalten werden als bei älteren, aber gut situierten Baukreditinteressenten.

Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass man ca. 20 Prozent Eigenkapital in den Immobilienkauf einbringen sollte, um mit der Bank über einen Baufinanzierungsvertrag, Laufzeit und Konditionen verhandeln ztu können. Diese Eigenkapitalquote variiert aber von Bank zu Bank. Deswegen ist die Beratung durch eines bankenunabhängigen Finanzierungsberater immer raqtsam. Besonders dann, wenn er über einen möglichst großen Zugriff auf möglichst viele Banken in Deutschland hat. Die Großen der Vermittlerbranche haben derzeit Echtzeitzugriff auf tagesaktuelle Baufinanzierungsangebote voncirca 400 Banken.

Welches Alter für den Immobilienkauf ist das beste?

Ab welchem Alter sich eine eigene Immobilie lohnt, ist natürlich immer auch von der finanziellen Situation abhängig, in der sich der Einzelne befindet. Grundsätzlich kann man aber schon sagen: je jünger umso besser. Aber letztendlich kommt es immer auf die richtige Planung an, wann man in die eigenen vier Wände einziehen kann.

In der Regel sind Immobilienkäufer zwischen 35 und 50 Jahre alt. Der aktuelle Altersdurchschnitt beim ersten Erwerb einer eigenen Immobilie – Neubau, Eigentumswohnung oder Haus aus dem Bestand – liegt derzeit bei ca. 39 Jahren. Muss man wirklich so lange warten? Nicht unbedingt: Wer jung finanziert, hat länger für die Finanzierung Zeit, kann Zins und Tilgung im Finanzierungszeitraum besser auf aktuelle Lebensituationen anpassen und kann zudem viel länger in seinem Eigentum wohnen und damit das Leben freier gestalten.

Ein junges Alter für den Immobilienkauf hat viele Vorteile. Aber nur dann, wenn man einen exakten Finanzplan hat, einen flexiblen Baufinanzierungsvertrag aushandelt, der ein Maximum an Flexibilität bei Raten-, Zins- und Tilgungsanpassungen während der Laufzeit bietet und zudem maximale Sondertilgungsmöglichkeiten vorhält – ohne dass deswegen zusätzliche Kosten in Form von höheren Zinssätzen anfallen. Allein schon deswegen muss im Vorfeld viel recherechiert und ein umfassendes Baufinanzierungswissen aufgebaut werden. Natürlich ist Beratung von bankenunabhängiger Seite sinnvoll. Aber ebenso wichtig ist der eigene realistische Blick auf die eigene finanzielle Situation eine eine seriöse Einschätzung der eigenen zukünftigen Entwicklung der Einkommensituation.

Früh Eigenkapital aufbauen – egal welches Alter für den Immobilienkauf gewählt wird.

Wer in jungen Jahren eine Immobilie erwerben möchte, sollte sich besonders gut vorbereiten. Und über angespartes Geld bzw. über entsprechende flüssige Mittel verfügen, sagt auch die Verbraucherzentrale.. Von einer sogeannten Null-prozemt Finanzierung ist generell abzuraten. Es gibt nur ganz wenige Azusnahmefälle, die eine Null-Prozent-Finanzierung anstreben können: Junge Menschen in einem höheren Beamtendienst oder sehr Wohlhabende.  Als Faustregel gilt ein Eigenkapital von mindestens 20 Prozent des Kaufpreises.

Max Herbst, ein anerkannter Baufinanzierungsexperte mit jahrzehntelanger Erfahrung, sieht im Aktiensparen einen guten Weg. Eine Möglichkeit für junge Verbraucher können aus seiner Sicht börsengehandelte Fonds (ETF) sein. „Da habe ich so gut wie keine Gebühren und bleibe flexibel“, erklärt der Finanzexperte. Auf diese Weise lässt sich mit ein wenig Weitsicht Eigenkapital aufbauen. ETFs sind Fonds, die einen Aktienindex nachbilden und damit an dessen Wertentwicklung gekoppelt sind. Da die Kurse an den Börsen schwanken, sind ETFs vor allem längerfristig interessant. Denn je mehr Zeit Anleger haben, desto geringer ist das Verlustrisiko. Laut Deutschem Aktieninstitut (DAI). brachte ein breit gestreutes Aktienportfolio im Dax im Lauf von 20 Jahren im Mittel 8,9 Prozent Rendite pro Jahr.

Jetzt in der Corona-Krise ist der Zeitpunkt nicht günstig für solche Aktienspar-Modelle. Aber es wird eine Zeit nach Corona geben. Und wer jetzt bereits spart, kann dieses Angesparte dann zu einem günstigen Zeitpunkt investieren. Deswegen ist das beste Alter für Immobilienfinanzierung bereits sehr früh – nämlich mit dem Start eines eigenen gezielten Ansparplans. Die von Experten Herbst angesprochenen ETF-Aktion sind dabei nur einer von vielen möglichen Wegen – Hauptsache man fangt so früh wie möglich mit dem Sparen für das geplante Immobilieneigentum an.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Einstieg?

In Zeiten steigender Immobilienpreisen und teueren Mieten fragen sich viele: Wann sollte ich in die Immobiliensuche einsteigen? Sicher ist: Wer baut oder kauft, muss langfristig denken. Bei einem besonders niedrigen Zinsniveau sind langfristige Zinsbindung von mindestens zehn, besser noch 15 oder 20 Jahren zu wählen.

Auch wichtig: Je näher an der eigenen Belastungsgrenze finanziert wird, umso länger muss die Zinsbindung. Langfristige Baufinanzierungsverträge kosten zwar leicht höhere Zinsen. Aber der Kreditnehmer hat dann die Sicherheit, dass sich diese besonders niedrigen Zinssätze im gesamten Zeitlauf nichtändern. Aktuell liegt der durchschnittliche Zinssatz für Immobilienkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren bei 0,7 Prozent. Bei einer Laufzeit von 15 Jahren im Durchschnitt bei 1, bei 20 Jahren Zinsbindung bei 1,20 Prozent.

Egal welches Alter für den Immobilienkauf gewählt wird – das Sprichwort gilt: „prüfe wer sich lange bindet”.

Besonders junge Interessenten mit wenig Erspartem sollten mit einem Puffer rechnen, um ein Scheitern zu verhindern. Die Kreditrate muss auch bei sinkendem Einkommen verkraftbar sein. Das heisst, nie mit der absoluten Belastungsobergrenze rechnen bzw. finanzieren. Um eine passende Finanzierung zu finden, ist es wichtig, Angebote von mehreren Banken einzuholen – dabei sollten acuh Angebote von bankenunabhängigen Baufinanzierungsvermittlern wie die ACCEDO AG dabei sein. Als Vergleichsgröße dient der effektive Jahreszins. Damit diese Zahl allerdings aussagekräftig und vergleichbar ist, sollten die Laufzeiten und Zinsbindungszeiten der unterschiedlichen Angebote gleich sein. Und auch ein prüfender Blick auf die darin ausgewiesene Restschuld ist wichtig. Die Restschuld gibt Auskunft darüber, welcher Betrag nach Ablauf der Zinsbindung mit einem Anschlusskredit neu zuu finanzieren ist. Klar: je niedriger, umso besser.

Bei jungen Kreditnehmern besonders wichtig: Die Laufzeit zudem so lange wie möglich wählen, also „so lange wie die Bank mitmacht“. Das können auch 35 Jahre sein. Mit dieser langen Laufzeit stellt man sicher, dass die monatlichen Belastungen bis zur Schuldenfreiheit nicht nur kalkulierbar sondern auch entsaprechend billig sind.

Checkliste Baufinanzierung – so finanzieren Sie sicher
Mit der Checkliste Baufinanzierung können Sie den Betrag berechnen, der Ihnen für den Immobilienkauf zur Verfügung steht.
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