
Historischer Tiefstand beim Zinsniveau
Seit Wochen gibt das Zinsniveau für Baufinanzierung nach. Für diese Woche rechnen Experten mit einem seitwärts tendierenden Markt. Heisst das nun, dass der günstigste Zinssatz erreicht und bald mit einer Trendwende zu rechnen ist?
Fakt ist, dass Baugeld heute günstig ist wie selten zuvor. Selbst der historische Tiefstand von vor einem Jahr ist erreicht und wurde von manchen Top-Anbietern wie z. B. der ACCEDO AG letzte Woche (unter 3,2% effektiv bei 10 jähriger Laufzeit) bereits unterschritten. Auch die mit Spannung erwartete Rede des FED-Chefs Ben Bernanke während des Notenbanktreffens in Jackson Hole am letzten Wochenende hat die Erwartung nicht gestützt, dass die Zinsen nochmals nachgeben werden. Die FED hat keine Andeutung gemacht, dass sie ein drittes Quantitative Easing-Paket auflegen wird, in dessen Folge die Zinsniveaus nochmals nachgeben könnten. Die Analysten warten nun auf Mitte bis Ende September, ob es ein neues Zeichen aus der FED-Zentrale geben wird.
Kurzfristig zeigt sich das Umfeld der Baufinanzierung günstig. In den nächsten Tagen ist zu erwarten, dass der Markt sich seitwärts bewegen wird, mit einem leichten Zinsanstieg auf niedrigem Niveau ist wahrscheinlich zu rechnen. Ein weiteres Nachgeben scheint aufgrund der Marktsituation nicht in Sicht, zumal auch die Finanzmärkte wieder fester tendieren und die heißen Diskussionen rund um die Schuldenkrisen in den diversen Ländern nachlassen. Der deutsche Immobilienmarkt erscheint – außer in einigen Ballungszentren – zudem nicht zu überhitzen. Alles in allem bedeutet das, dass Baufinanzierende jetzt handeln sollten, vor allem dann, wenn sie Angebote unter dem historischen Tiefstand von vor einem Jahr (3,2% / 10 Jahre) finden. Unsere Empfehlung: Jetzt abschließen und sich dabei auf planungssichere lange und sehr lange Laufzeiten festlegen.
Aus unserer Marktbeobachtung der Vergangenheit ergibt sich, dass man aktuell zu Darlehen mit 15-jähriger Laufzeit tendieren sollte. Aber auch 20-jährige Volltilger-Darlehen sind aus heutiger Sicht zu empfehlen. Außerdem sollten Sie bei diesem Zinstiefstand sich nicht auf die standardmäßige 1%-Tilgung verständigen – mindestens 2,5% sind anzuraten, besser wären aber noch höhere Tilgungsraten, falls es ihr Budget zulässt. Aus heutiger Sicht und dem aktuellem Zinstiefstand ist es hochriskant, 1% Tilgung mit kurzer Laufzeit von z. B. 5 Jahren zu verbinden, denn bei einem ungünstigen Zinsverlauf in den den nächsten Jahren kann sich die Rückzahlungs-Rate bei einer dann notwendigen Anschlussfinanzierung im ungünstigen Fall verdoppeln.
Dasselbe gilt für Forward-Darlehen, auch hier empfiehlt es sich, sofort oder in absehbarer Zeit zu handeln. Wir erwarten spätestens nächstes Jahr einen Anstieg des Zinsniveaus, insbesondere wenn sich die Finanzmärkte wieder beruhigt haben sollten und die Inflationsrate ansteigt, was von den meisten Experten auch erwartet wird. Der Markt spricht ab 2% Inflation von ersten Anzeichen einer Inflationsgefahr (aktuell liegt die deutsche Inflationsrate bei ca. 2,5%). Aus unserer Sicht bedeutet das: Wer baufinanzieren möchte, sollte jetzt aktiv werden und sich den hochattraktiven Zinssatz – leicht über 3% – sichern, bevor der Markt für Baufinanzierung wieder dreht. Wie der aktuelle Zinsvergleich zeigt, liegen einige Anbieter wie die ACCEDO AG heute (30. 08. 2011, 16 Uhr) bei 3,14% effektiv. Das sind echte Topzins-Konditionen.




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