Archiv für August 2011

Der aktuelle Zinsverlauf für Baugeld: Ende der Niedrigzinsphase?

Dienstag, 30. August 2011
Historischer Tiefstand beim Zinsniveau

Historischer Tiefstand beim Zinsniveau

Seit Wochen gibt das Zinsniveau für Baufinanzierung nach. Für diese Woche rechnen Experten mit einem seitwärts tendierenden Markt. Heisst das nun, dass der günstigste Zinssatz erreicht und bald mit einer Trendwende zu rechnen ist?

Fakt ist, dass Baugeld heute günstig ist wie selten zuvor. Selbst der historische Tiefstand von vor einem Jahr ist erreicht und wurde von manchen Top-Anbietern wie z. B. der ACCEDO AG letzte Woche (unter 3,2% effektiv bei 10 jähriger Laufzeit) bereits unterschritten. Auch die mit Spannung erwartete Rede des FED-Chefs Ben Bernanke während des Notenbanktreffens in Jackson Hole am letzten Wochenende hat die Erwartung nicht gestützt, dass die Zinsen nochmals nachgeben werden. Die FED hat keine Andeutung gemacht, dass sie ein drittes Quantitative Easing-Paket auflegen wird, in dessen Folge die Zinsniveaus nochmals nachgeben könnten. Die Analysten warten nun auf Mitte bis Ende September, ob es ein neues Zeichen aus der FED-Zentrale geben wird.

Kurzfristig zeigt sich das Umfeld der Baufinanzierung günstig. In den nächsten Tagen ist zu erwarten, dass der Markt sich seitwärts bewegen wird, mit einem leichten Zinsanstieg auf niedrigem Niveau ist wahrscheinlich zu rechnen. Ein weiteres Nachgeben scheint aufgrund der Marktsituation nicht in Sicht, zumal auch die Finanzmärkte wieder fester tendieren und die heißen Diskussionen rund um die Schuldenkrisen in den diversen Ländern nachlassen. Der deutsche Immobilienmarkt erscheint – außer in einigen Ballungszentren – zudem nicht zu überhitzen. Alles in allem bedeutet das, dass Baufinanzierende jetzt handeln sollten, vor allem dann, wenn sie Angebote unter dem historischen Tiefstand von vor einem Jahr (3,2% / 10 Jahre) finden. Unsere Empfehlung: Jetzt abschließen und sich dabei auf planungssichere lange und sehr lange Laufzeiten festlegen.

Aus unserer Marktbeobachtung der Vergangenheit ergibt sich, dass man aktuell zu Darlehen mit 15-jähriger Laufzeit tendieren sollte. Aber auch 20-jährige Volltilger-Darlehen sind aus heutiger Sicht zu empfehlen. Außerdem sollten Sie bei diesem Zinstiefstand sich nicht auf die standardmäßige 1%-Tilgung verständigen – mindestens 2,5% sind anzuraten, besser wären aber noch höhere Tilgungsraten, falls es ihr Budget zulässt. Aus heutiger Sicht und dem aktuellem Zinstiefstand ist es hochriskant, 1% Tilgung mit kurzer Laufzeit von z. B. 5 Jahren zu verbinden, denn bei einem ungünstigen Zinsverlauf in den den nächsten Jahren kann sich die Rückzahlungs-Rate bei einer dann notwendigen Anschlussfinanzierung im ungünstigen Fall verdoppeln.

Dasselbe gilt für Forward-Darlehen, auch hier empfiehlt es sich, sofort oder in absehbarer Zeit zu handeln. Wir erwarten spätestens nächstes Jahr einen Anstieg des Zinsniveaus, insbesondere wenn sich die Finanzmärkte wieder beruhigt haben sollten und die Inflationsrate ansteigt, was von den meisten Experten auch erwartet wird. Der Markt spricht ab 2% Inflation von ersten Anzeichen einer Inflationsgefahr (aktuell liegt die deutsche Inflationsrate bei ca. 2,5%). Aus unserer Sicht bedeutet das: Wer baufinanzieren möchte, sollte jetzt aktiv werden und sich den hochattraktiven Zinssatz – leicht über 3% – sichern, bevor der Markt für Baufinanzierung wieder dreht. Wie der aktuelle Zinsvergleich zeigt, liegen einige Anbieter wie die ACCEDO AG heute (30. 08. 2011, 16 Uhr) bei 3,14% effektiv. Das sind echte Topzins-Konditionen.

Baugeld-Zinsen so günstig wie nie: Ideal für Ihre Immobilien-Finanzierung!

Mittwoch, 24. August 2011
Günstige Zinsen finden: Baufinanzierung durch Zinsvergleich bei zinsvergleich.de

Günstige Zinsen finden: Baufinanzierung durch Zinsvergleich bei zinsvergleich.de

Das Hamburger Abendblatt spricht von einem Rekordtief, Der Finanzexperte Max Herbst wagte die Prognose: „Als Folge der Finanzkrise und den Leitzinssenkungen rauschten die Zinsen fürs Baugeld mit 10jähriger Zinsbindung auf nur noch knapp über 3 Prozent…”. Dieser Tiefstand scheint nun erreicht. Außerdem schlug die Zinswende der EZB ebenfalls nicht auf die aktuellen Hypothekenzinsen durch.  Der historische Tiefstand von vor einem Jahr – ca. 3,2% – ist bereits in Sichtweite. Mit anderen Worten: Es war noch selten so günstig, die eigenen vier Wände zu finanzieren oder sich jetzt Gedanken über den Abschluss eines Forward-Darlehens zu machen. Laut Hamburger Abendblatt vom 23.08. liegt der Durchschnittszins bei einem 10 jährigen Darlehen bei 3,56% – vor 3 Monaten betrug er noch durchschnittlich 4,09%. Der aktuelle Zinssatz des Direkt-Baufinanzierers ACCEDO AG steht heute am 24.08.2011 bei nur 3,16% (10 jährige Laufzeit), also sogar noch unter dem historischen Tiefstand von vor einem Jahr.

Die Deutsche HandwerksZeitung weist demgegenüber darauf hin, dass die Immobilienpreise weiter steigen und verweist dabei auf eine Studie der Landesbausparkassen, wonach bis Jahresende ein weiterer Preisanstieg von 3% bis Jahresende zu erwarten sei. Diese Angaben beziehen sich jedoch auf gesuchte Großstadtlagen, das flache Land wird nicht unbedingt vom Preisanstieg im Immobiliensektor betroffen sein. In diesem Spannungsverhältnis wird es nach Einschätzung der Experten auch in den nächsten Monaten weitergehen, wobei es  aufgrund der Eurokrise, abkühlender Auftragslage, Inflationsvorzeichen und US-Staatsverschuldung immer schwieriger wird, klare Trends vorauszusehen. Bei einem sind sich die Experten aber auf alle Fälle einig: Aufgrund der historisch niedrigen Zinsen sollten man über höhere Tilgungen nachdenken bzw. sich entsprechend beraten lassen: In den Verhandlungen mit den Kreditinstituten ist es empfehlenswert, die Möglichkeit von Sondertilgungen von jährlich bis zu fünf Prozent auszuloten, raten die Fachleute des Direktfinanzierers ACCEDO.

Die Frankfurter Neue Presse hat mit Stand vom 24.08.2011 um 5.30 Uhr folgende Baugeld-Anbieter mit den günstigsten Angeboten (für 10 jährige Laufzeit) wie folgt ermittelt: Saarbrücker SKG-Bank mit 3,18%, Comos direkt 3,22%, Volksbank Griesheim 3,26% Die Besten verlangen im Vergleich zur teuersten Offerte der Nordfinanzbank mit 4,22% rund einen Prozentpunkt weniger. ACCEDO liegt mit dem aktuellen Zinssatz bei 10jähriger Bindung am 24.08. um 11.30 mit 3,16% sogar noch unter dem von der Frankfurter Neuen Presse ermittelten Top-Anbieter, der  3,18% bietet.

Beeinträchtigen die Finanzmarkt-Turbulenzen die Zinsentwicklung?

Dienstag, 16. August 2011
Fragen zu Zinsen, Finanzierungen, Hypotheken? Ihr zinsvergleich.de Finanzexperte antwortet gerne!

Fragen zu Zinsen, Finanzierungen, Hypotheken? Ihr zinsvergleich.de Finanzexperte antwortet gerne!

Seit ca. 20 Tagen sind die Finanzmärkte hypernervös. Das zeigt sich insbesondere in den Aktienkursen, deren Talfahrt gestern auf weit niedrigerem Niveau wie vor 4 Wochen gestoppt werden konnte, um heute aufgrund enttäuschender Wirtschaftsdaten wieder ins Minus zu tendieren. Folgende Ursachen sind für diese Turbulenzen verantwortlich: Die Bonitätsabstufung der USA, die Schuldenkrise im Euroraum mit den neuesten Sorgenkindern Italien und Frankreich, die Abschwächung der Weltkonjunktur sowie Rezessions- und Inflationsängste der Industrienationen. Inzwischen sind die globalen Finanzmärkte so vernetzt, dass Probleme in einzelnen Bereichen auch Auswirkungen auf andere haben. In unserem Fall stellt sich natürlich die Frage, welche Auswirkungen hat diese Finanzkrise auf die aktuelle Zinsentwicklung bei der Baufinanzierung?

Die Renditen für italienische und französische Staatsanleihen steigen. Gleichzeitig werden Gelder in sichere Anlagen, z. B. deutsche Bundesanleihen, umgeschichtet. Die Europäische Zentralbank (EZB), deren Aufgabe es eigentlich nicht ist, Anleihen aufzukaufen, wird plötzlich bei griechischen und portugiesischen Anleihen aktiv und plant nun sogar den Aufkauf von italienischen und spanischen. Die Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar: Investiert sie nur geringe Beträge, wird der Effekt auf den Finanzmärkten nur äußerst kurzfristig sein. Investiert die EZB aber in Zukunft im großen Stil, wird so viel frisches Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt, dass dieses Szenario weitere Inflationsängste schürt.

Wenn der Aktienmarkt nun auf dem derzeitigen niedrigen Niveau verharrt oder gar weiter sinkt, ist davon auszugehen, dass Anleger sichere Anlagealternativen suchen und zudem das Risiko bei Staatsanleihen meiden: Derzeit wird als Alternative die deutschen Bundesanleihen hoch gehandelt. Dieser Ausstieg aus dem Risiko hin zu vermeintlich sicheren Häfen bewirkt aber vor allem, dass die Renditen sinken werden. Wer sich als Kreditgeber auf dem Pfandbriefmarkt refinanziert, ist dann in der Lage, zinsgünstige Baufinanzierungen auf dem Markt zu platzieren. Notiert in den nächsten Tagen der Aktien- und Anleihenmarkt wieder fester, werden die Baufinanzierungs-Angebote erfahrungsgemäß wieder noch oben tendieren.

Die Notenbank hat kürzlich beschlossen, den Leitzins auf dem derzeitigen historischen Tiefstand zu halten, wodurch die Diskussion im Juni vom Tisch scheint, dass der Leitzins im Laufe dieses Jahres möglicherweise auf zwei Prozent erhöht werden könnte. Auch die amerikanische FED sprach sich gegen eine Zinsanpassung aus.

US-Staatsanleihen sind für viele boomende Länder wie China oder Brasilien – trotz aller Haushaltprobleme – weiterhin die Hauptanlageform für ihre Währungsreserven. Wenn andere Alternativen noch risikobehafteter erscheinen, geht der Anleger gerne in diese Anleihen. Wegen der Schwäche des Euroraums meiden diese Länder eine Erhöhung der Euro- zu Lasten der Dollar-Quote. Innerhalb des Euroraums konzentriert sich die Nachfrage auffallend auf deutsche Bundesanleihen, was zu fallenden Zinsen in Deutschland führen wird. (weiterlesen…)

Smart baufinanzieren mit Sondertilgung und KfW-Förderkredit.

Dienstag, 09. August 2011
KfW-Kredite. Wer kritisch vergleicht, baut besser.

KfW-Kredite. Wer kritisch vergleicht, baut besser.

Natürlich informiert man sich vor dem Entschluss, eine Immobilie, Eigenheim oder Wohnung zu erwerben, über die aktuellen Zinssätze bei Hypothekendarlehen. Aber der niedrigste Zinssatz garantiert noch längst keine günstige Finanzierung. Es zeigt sich nämlich, dass ein einfaches Darlehen mit einem sehr niedrigen Zinssatz, einer 1-2% Tilgung und einer 15 jährigen Laufzeit selten die optimale Lösung ist. So kann man z. B. durch Vereinbarung von Sondertilgung oder die Inanspruchnahme von KfW-Mitteln am Ende eigenes Geld sparen.

Um in den Genuss der Finanzierung durch die KfW-Bank zu kommen, muss dieser über eine (Direkt-) Bank beantragt werden. In der Vergangenheit zeigte sich aber, dass gerade Bankhäuser mit besonders niedrigen Darlehenszinsen bisweilen gerade da nicht mitspielen. Was ist nun die KfW? „KfW ist die Abkürzung für die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dieses bundeseigene Institut vergibt zinsgünstige Darlehen, mit denen der private Wohnungsbau und ökologisches Bauen gefördert sowie die Wirtschaft gestützt werden sollen. Die KfW vergibt ihre Mittel nicht selbst, sie müssen über ein durchleitendes Institut beantragt werden” (Quelle: Accedo-Lexikon).

Günstige KfW-Darlehen sichern

Damit lässt sich clever Geld bei der Finanzierung sparen: Für bis zu 30% der Anschaffung- und Herstellungskosten aus dem Wohneigentumprogramm erhalten bei vergleichbar niedrigeren Zinssätzen als vergleichbare Bankdarlehen. Diese zinsgünstigen Darlehen gibt es für energetische Maßnahmen, für die CO2-Reduktion oder für den Bau von Passivhäusern. Diese Förderprogramme sind jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Normalerweise hilft Ihnen aber das finanzierende Institut dabei, das entsprechende Programm zu finden und in die Gesamtfinanzierung einzubauen. Ein Tipp: Fragen Sie im Erstgespräch nach KfW-Darlehen. Geht das angesprochene Institut auf diese Frage nicht ein oder lehnt ab, sollte man überlegen, ob man sich nicht einen anderen Partner sucht.

Sondertilgungsrechte, Schnelltilger-Darlehen, Ratenwechsel

Sondertilgungsrechte während der Zinsbindung helfen insbesonderen Kreditnehmern, die schwankende Einkommen haben (z. B. Selbständige). Dabei hält man die feste Kreditrate eher niedrig, nutzt aber finanzielle Spielräume, um die Schulden schneller zurückzuzahlen. Das Schnelltilger-Darlehen ist für alle maßgeschneidert, die sich eine höhere monatliche Kreditrückzahlung (z. B. 5%) leisten können. Allerdings geben viele Bankhäuser diesen Vorteil, die sie durch diese Art der Finanzierung haben, oftmals nichts an den Kunden weiter. Wer heute schon weiss, dass sich morgen seine Einkommensverhältnisse ändern, der sollte nach der Möglichkeit eines Ratenwechsels fragen. Auch diese Variante wird nicht von allen Finanzierern wie selbstverständlich angeboten.

Grundsätzlich gilt: Auf eine gute Beratung und einen individuelle Finanzierungsplan kommt es immer an. Deswegen entscheiden Sie sich nicht reflexartig für den niedrigsten Zinssatz, sondern stellen Sie auch sicher, dass Sie vom Baufinanzierer umfassend, seriös und maßgeschneidert beraten werden, bevor es zu einem Abschluss kommt. Nutzen Sie folgende Stichworte, um Ihren Berater auf den Zahn zu fühlen: Schnelltilger, KfW-Förderkredit, Sondertilgung, Ratenwechsel…

Steigende Inflationsgefahr und was empfehlen Finanzexperten?

Mittwoch, 03. August 2011
Edelmetalle, Aktien, Rohstoffe und Immobilien – ein zukunftssicherer Mix

Edelmetalle, Aktien, Rohstoffe und Immobilien – ein zukunftssicherer Mix

Schuldenkrisen in Europa und den USA, Inflationsanzeichen in China, politische Unsicherheiten im arabischen Raum, der Goldpreis steigt und steigt – da kann einem schon ein wenig mulmig werden, insbesondere wenn man dabei an das eigene Vermögen und die daraus resultierenden Zukunftsaussichten denkt. Gerade wenn man selbst kein Finanzexperte ist, können die vielen Meinungen, die man dazu in einschlägigen Magazinen, Tageszeitungen und im Internet liest, sehr verwirrend wirken. Zinsvergleich hat einige wesentliche Meinungen zusammengestellt, um einen kleinen Überblick über den derzeitigen Stand der Diskussion und der daraus resultierenden Prognosen zu geben.

Die HSBC-Bank schreibt in ihrem Blog, dass sich derzeit keine schnelle Entspannung abzeichnet: „Insgesamt fielen die Daten ungünstiger aus als gedacht: Im Juli zog der Verbraucherpreisindex in Deutschland auf Basis der Schnellschätzung um 0,4 % im Monatsvergleich an. Damit betrug die Jahresrate wie auch schon im April 2,4 %. Bei dem für die europäischen Zwecke berechneten deutschen HVPI betrug das Monatsplus 0,5 %. Mit der Jahresrate von 2,6 % wurde der bisherige Jahreshöchststand von 2,7 % im April noch leicht unterschritten”. Es zeige sich deutlich, dass Tagesgeld-Konten und auch Anleihen keinen ausreichenden Inflationsschutz bieten. Monero – ein Expertenportal für Geldangelegenheiten — empfiehlt folgende Maßnahmen gegen eine zu erwartende Inflation: „Eine Investition in Immobilien zahlt sich aus. In erster Linie von den Bankberatern empfohlen, um Altersarmut zu vermeiden, besitzen Immobilien einen weiteren Vorteil: Sie sind Sachwerte und können auch längere Inflationsphasen wertmäßig überdauern. Wenn ein Haus vor einer beginnenden Inflationsphase ein sechsfaches Jahresgehalt kostet, wird es auch drei Jahre nach dem Ende der Inflationsphase ungefähr so viel kosten”. Monero weist zudem darauf hin, dass Besitzer von Lebensversicherungen, Rentenansprüche, sowie Bargeld-und Anleihen-Besitzer sehr viel verlieren werden. Neben Immobilien werden zudem Aktien, Edelmetalle und Rohstoff-Fonds empfohlen (Quelle: Monero.de). Einige Experten befürchten wegen des kräftigen Aufschwungs in Deutschland künftig noch schneller steigende Preise. “Die Inflationsrate wird spätestens nach der Sommerpause einen neuen Anlauf in Richtung drei Prozent machen”, sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. “Die Unternehmen nutzen mehr und mehr die Möglichkeit, gestiegene Kosten zunehmend auf ihre Kunden zu überwälzen.”

Vermögensverwalter und Fondsmanager Jens Ehrhardt sieht die derzeitige Situation in einem Interview der FocusMoney differenziert und antwortet auf die Frage, wie es am Börsenmarkt weitergeht, folgendermaßen: „Ich hoffe,  dass … das vierte Quartal (2011, Anm.) noch einiges herausholt. Bis dahin könnte ich mir vorstellen, dass die Konjunktur in den USA noch schlechter läuft als erwartet, in Europa ein paar Eintrübungen kommen und die Notenbanken und die Regierungen wieder Gas geben müssen. Bis dahin … könnten wir eine Durststrecke durchmachen.” Er plädiert dafür, nicht der allgemeinen Panikmache zu verfallen und mit ruhiger Hand die eigenen Finanzen zu organisieren. Auch er empfiehlt Edelmetall (insbesondere Gold) und prognostiziert, dass der Goldpreis trotz derzeitigem historischen Hoch in 5 Jahren noch höher stehen wird. Daneben setzt er aber auch auf den Ausbau seines Immobilien-Portfolios: „Das ist das erste mal, dass wir ein eigenes Haus (das Unternehmen, Anm.) besitzen …. Aber ein paar Sachwerte, gerade Immobilien in München, sind sicher eine gute Anlage. (Das ganze Interview finden Sie in FocusMoney, Nr. 31 vom 27. Juli 2011).

Summa summarium: Trotz der vielen Empfehlungen, finanzpolitischen Kommentaren und divergierenden Expertenmeinungen erscheint die Empfehlung der „ruhigen Hand ” sehr zielführend: Ein Großteil der Deutschen lebt heute in relativem Wohlstand und ist durch ein eng geknüpftes soziales Netz gesichert. Bei der eigenen Vermögensstrategie zählt neben rationellen Überlegungen immer auch der Aspekt des „Wohlfühlens”. Die Entscheidung, ob Sie in Gold, Rohstoff-Fonds, Aktien oder Sachwerte investieren, ist immer auch eine Entscheidung der persönlichen Präferenzen. Die Experten der ACCEDO AG stellen jedenfalls fest, dass die Nachfrage nach Immobilienfinanzierung im Steigen begriffen ist. Kein Wunder, denn die aktuellen Zinssätze sind sehr niedrig, ein Zinsbindung über 20 oder mehr Jahre lukrativ und mit Blick auf die Inflationsrate zudem zukunftssicher. Besonders dann, wenn man Immobilien in Groß- und mittelgroßen Städten in guter Lage finanziert – hier gehen Experten trotz aller Inflationsdiskussion von entsprechenden Wertzuwächsen im nächsten Jahrzehnt aus.