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Die Schuldenberge in Europa: Wie sind die Aussichten?
Was haben Dubai, Island und Griechenland gemeinsam? Es wäre schön, wenn die Antwort „das i und das d“ lauten würde. Oder auch „Alle drei liegen am oder im Meer“… Das stimmt zwar beides – aber vermutlich würde den meisten Menschen doch eher „Schulden!“, „Finanzkrise!“ oder ähnliches einfallen. 2009 war ein Jahr der großen Krisen. Und es sieht sehr nach einer Fortsetzung aus: 2010 bringt die Einschläge immer näher; langsam wird die Lage auch für die größten Optimisten immer drastischer. Im vergangenen Jahr war noch “Rettung!” das Thema Nr. 1 – die Rettung einzelner Unternehmen, des Bankensystems, des guten Rufs. Staatliche Konjunkturpakete und viel guter Wille wurden eingesetzt, denn noch waren es „Einzelschicksale“, die es zu retten galt. Jetzt allerdings werden die schwachen Staaten immer mehr, die aufgrund fehlender Steuereinnahmen immer tiefer in den Schuldensumpf rutschen und laut nach Hilfe rufen. Griechenland ist nur ein kleiner Anfang, vermuten und fürchten die meisten Experten. Spanien, Großbritannien und Portugal stecken schon mit einem Fuß im Schlamm und bereiten den Nachbarn viel Sorge: Wie helfen, wenn man selbst auf wackeligem Grund steht? Wen bevorzugen? Und welche Rettungsmaßnahme setzt man ein? Welche gefährdet den eigenen Stand am wenigsten?
Und wenn man den Finanzexperten Glauben schenkt, die früher als Pessimisten galten, heute jedoch eher Realisten genannt werden, ist die Lage noch schlimmer, als es auf den ersten Blick scheint: denn auch die vermeintlich starken Nationen wie Japan, die USA oder Deutschland haben Schuldenbeträge in absoluten Rekordhöhen erreicht. Das heißt im Klartext: In den nächsten Jahren werden keine Schulden abbezahlt, sondern – im allerbesten Fall – lediglich die Neuverschuldung wird reduziert! Die Frage, die sich deshalb jeder stellen sollte, ist die nach dem Wachstum der Wirtschaft. Wird sie so wachsen, dass neue Schulden vermieden werden können?!
Auch die Notenbanken stellen diese Frage und werden höchstwahrscheinlich (auch aus diesem Grund) 2010 auf eine Steigerung der Leitzinsen verzichten. Und hier liegt einer der ganz wenigen Vorteile der derzeitigen Finanzlage des Weltmarkts: Die Zinsen bleiben unten, Baufinanzierung und Baugeldkonditionen bleiben so günstig wie selten vorher und die Angebote der Banken bleiben attraktiv! Allerdings ist Vorsicht geboten. Denn wie man am Beispiel Griechenland sehen konnte, kann Unsicherheit sehr schnell zu höchsten Risikoaufschlägen führen. Es kann also gut sein, dass mittelfristig die Zinsen in der Bundesrepublik wieder deutlich ansteigen. Worauf man derzeit außerdem achten sollte, sind die Laufzeiten der unterschiedlichen Finanzierungsangebote. Zu kurze Laufzeiten sind mit hohen Risiken verbunden – Käufer, die sehr auf Ihr Budget achten, sollten daher lieber eine möglichst lange Zinsbindung nutzen.
Tags: Bankensystem, Baufinanzierung, Baugeldkonditionen, Europa, Finanzexperten, Konjunkturpaket, lange Zinsbindung, Schuldenberge, Sicherheit, Steuereinahmen, Zinsen, zinsvergleich.de
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