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Wie entwickelt sich der Baugeld-Zins?

Baugeld-Zins 2017 und der Einfluss auf die Anschlussfinanzierung Ihrer Immobilie

Baugeld-Zins im 2. Halbjahr 2017. Wohin geht die Reise? (Foto: gratisography.com)

Der Baugeld-Zins ist sehr günstig, Seit nahezu einem Jahrzehnt kennt er nur eine Richtung, die nach unten. Während dieser Phase gab es immer wieder einmal Zeitpunkte, an denen man glaubte, dass der Baugeld-Zins nun steigen würde. Allesamt nur Strohfeuer. Mitte dieses Jahres fiel er wieder nahe des historischen Allzeittiefs. Nun allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass sich die Periode zu Ende neigt, in der der Baugeld-Zins auf historisch niedrigem Stand verweilt. Aber keine Panik, es deutet nichts darauf hin, dass sich der Baugeld-Zins nun dramatisch verteuert.

Der Baugeld-Zins entwickelt sich seit Ende Juni 2017 leicht nach oben

Es verdichten sich die Anzeichen, dass der Zinssatz für Baufinanzierung bis Ende dieses Jahres ein höheres Niveau haben wird. Es gibt einige Hinweise, die belegen, warum ca. 80 Prozent der Baufinanzierungsexperten eine steigende Tendenz erwarten.

Die EZB bereitet bereits seit ein paar Wochen die Öffentlichkeit darauf vor, die Leitzinsen mittelfristig zu erhöhen. Die Rhetorik von Herrn Draghi weist inzwischen auf die Stabilität der Wirtschaft im Euroraum hin. Zudem diskutieren die Gremien bereits über ein Zurückfahren der Anleihenkäufe. Alles Indizien, dass die Zeit des Nullzinses zu Ende gehen wird. Das gründet sich auf dem leichten Wirtschaftsaufschwung in Europa (der zudem stärker als der us-amerikanische ausfällt) sowie der angestoßenen Diskussionen, den Kurs der Geldpolitik zu ändern. Für ein neues, hohes Zinsniveau reichen diese Anzeichen aber bei weitem nicht aus.

Fasst man die Expertenmeinung zusammen, dann entsteht folgendes Bild: Mittelfristig wird sich nicht viel ändern. Sicher erscheint aber, dass der Baugeld-Zins nicht wieder  fallen wird. Eine Seitwärts-Bewegung ist zu erwarten. Zwar schreitet die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone stärker als erwartet voran. Sowohl die Frühindikatoren als auch die Inflationszahlen weisen darauf hin, dass mit keinem entscheidenden Anstieg zu rechnen ist. Die 10 jährigen Bundesanleihen, ein wichtiger Indikator für die Baugeld-Zins-Entwcickung, werden bei 0,5 Prozent erwartet. Ein Wert der zwar höher als noch zum Jahresanfang ausfällt, aber weiterhin weit unter den Zinssätzen der Vergangenheit liegt. Eine Leitzinserhöhung der EZB vor 2019 wird nicht erwartet.

2017 wird der Baugeld-Zins weiter günstig bleiben

Wenn die EZB, wie angekündigt, einen sehr sanften Ausstieg aus den Anleihenkäufen forciert und den Leitzins wie zu erwarten sehr moderat anheben wird, bleibt das Zinsniveau im Vergleich der letzten 50 Jahre auf extrem günstigen Niveau. Man darf nicht vergessen, dass Baufinanzierungszinsen im Juli 2008 durchschnittlich noch über 5 Prozent lagen. Dieses Niveau wir in absehbarer Zeit nicht annährend erreicht werden. Doch im Juli 2017 haben wir ein Jahreshoch bei den Baufinanzierungszinsen erreicht. Sie lagen für eine 10 jährige Zinsbindung im August bei über 1,5 Prozent, was einen Anstieg von 0,2 Prozent bedeutet.

Eine Erhöhung des Baugeld-Zins um ein paar Prozentpunkte im Nachkomma-Bereich kann über die Laufzeit viele tausend Euro bedeuten. Deswegen ist einerseits anzuraten, den Kauf- oder Bauwunsch nicht auf die lange Bank zu schieben. Andererseits ist es genauso wichtig, gut geplant, mit genügend Zeit und Bedacht an eine Baufinanzierung heranzutreten. Der Vergleich verschiedener Angebote ist dabei ebenso anzuraten, wie eine besonders lange Laufzeit sowie eine hohe Tilgung.

Baugeld-Zins und Anschlussfinanzierung

Wer in den nächsten 36 Monaten eine Anschlussfinanzierung benötigt, für den macht es aus heutiger Sicht durchaus Sinn, sich mit einem Forward-Darlehen zu beschäftigen. Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich die heute günstigen Zinsen für den Zeitpunkt, an dem die Anschlussfinananzierung benötigt wird. Je länger die Vorlaufzeit für dieses Forward-Darlehen ist, umso höher fallen zwar die Zinsaufschläge aus. Aber diese sind moderat:Der Zinsaufschlag variiert bei einer 12 monatigen Vorlaufzeit zwischen 0,1 und 0,3 Prozentpunkten. Bei einer 3 jährigen Vorlaufzeit beträgt diese Spanne zwischen 0,2 und 0,75 Prozent je nach Anbieter. So kann es lukrativ sein, heute ein Forward-Darlehen abzuschließen, das dann in 2 Jahren zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung greift. Wenn in zwei Jahren z. B. im vergleich weiterhin günstige Zinsen von 1,9 Prozent für eine 10jährige Zinsbindung fällig werden und Sie heute für 1,5 Prozent abschließem können, dann sparen Sie trotz eines Zinsaufschlages von 0,2 bis 0,3 Prozent für das Forward-Darlehen entsprechend Geld über die Laufzeit gerechnet.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie bereits jetzt das Gespräch mit einem Baufinanzierungspartner suchen und sich umfassend über die Möglichkeit eines Forwarddarlehens informieren lassen. Denn wenn das Angebot stimmt und Sie davon ausgehen, dass der Baugeld-Zins in den nächsten 2 Jahren moderat steigt bzw. die EZB tatsächlich 2019 die Leitzinserhöhung einleitet, ist das Forward-Darlehen für Sie ein gutes Geschäft.

Anschlussfinanzierung oder Forward-Darlehen?